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09.01.2013


Geld wichtiger als Freizeit?
"Die Amerikaner leben, um zu arbeiten, und die Europäer arbeiten, um zu leben", heißt eine viel zitierte Binsenweisheit im größten Industrieland der Erde. Den meisten Bürgern im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist in der Tat viel mehr daran gelegen, möglichst viel Geld zu verdienen.
Viel Freizeit, Feiertagen, langen Wochenenden und langen Ferien werden dagegen viel weniger Bedeutung beigemessen als der besser gefüllten Lohntüte oder dem höheren Gehalt bei den kleinen Angestellten. [...]
Dabei standen die Amerikaner 2002 mit durchschnittlich 1 904 gearbeiteten Stunden an der Spitze der Länder mit den längsten Arbeitszeiten, gefolgt von Spanien (1 722 Stunden), Italien (1 720), Großbritannien (1 693) und Frankreich (1 605). Schlusslicht oder Freizeitspitzenreiter war Deutschland mit nur 1 557 Arbeitsstunden.
[...] Genauen Einblick in die Wochenarbeitszeiten der Amerikaner gibt die umfangreiche monatliche Arbeitslosenstatistik des US-Arbeitsministeriums. Amerikanische Arbeiter und kleine Angestellte haben im Juni 2004 im Schnitt 33,6 Stunden gearbeitet. Diese scheinbar niedrige Stundenzahl trügt aber. Darin sind Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe mit Millionen Teilzeit-Beschäftigten und durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten von nur 25,6 Stunden sowie der Einzelhandel mit durchschnittlich 30,5 Stunden Wochenarbeitszeit enthalten. Amerikanische Industriearbeiter arbeiten im Schnitt 40,8 Stunden, wovon 4,6 Stunden Überstunden sind. Im Rohstoff- und Bergwerkssektor beträgt die derzeitige Wochenarbeitszeit 44,4 Stunden. Im Baugewerbe wird im Schnitt 38,1 Wochenstunden gearbeitet, im Finanzgewerbe 35,5 Stunden und bei den Lehrern und Krankenschwestern 32,4 Stunden. Bei den Journalisten und im Informationsgewerbe sind es etwa 36,4 Wochenstunden. Die meisten amerikanischen Unternehmen zögern angesichts der Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung mit Neueinstellungen in großem Stil. Stattdessen lassen sie lieber ihre vorhandenen und während der schlechten Konjunktur der vergangenen Jahre stark reduzierten Belegschaften länger und härter arbeiten.
Kündigungsschutz gibt es in den USA fast nur bei den Beamten. Kaum einem Amerikaner würde es einfallen, sich gegen Überstundenforderungen des Arbeitgebers zu sträuben. Allerdings drängen die Automobilarbeitergewerkschaften und andere Industriegewerkschaften die Unternehmen häufig lautstark, mehr Arbeiter einzustellen. Sie wollen so die vor allem in Werken mit gefragten Automodellen oder Produkten mit enormen Überstunden überforderten Arbeiter entlasten. Die Amerikaner haben in der Privatwirtschaft im Juni im Schnitt 15,56 Dollar je Stunde verdient. Die Lohnpalette reicht von nur 8,80 Dollar je Stunde bei den Arbeitnehmern im Hotel- und Gaststättengewerbe bis 25,41 Dollar pro Stunde bei den hochbezahlten Arbeitern der Versorgungsunternehmen. Die Industriearbeitnehmer kommen auf einen Stundenlohn von durchschnittlich 16,10 Dollar. [...]
Peter Bauer, "Amerikaner arbeiten länger als die Europäer", in General-Anzeiger Bonn vom 15. Juli 2004.

 

Soziale Absicherung

Das hohe Beschäftigungsniveau hat jedoch seinen Preis: Die politische Macht liegt eindeutig auf Seiten der Arbeitgebenden. So liegt der Anreiz der Unternehmen, neue Stellen zu schaffen, sehr stark in der flexiblen Arbeitsmarktverfassung der USA begründet, welche bei vielen US-amerikanischen Arbeitnehmerinnen und -nehmern ein vergleichsweise hohes Maß an Unsicherheit erzeugt. Für Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten existiert kein gesetzlicher Kündigungsschutz.
Ebenso ist die Arbeitgeberseite nicht verpflichtet, eine Begründung für eine Kündigung zu liefern (employment at will). Damit hat das Unternehmen die Möglichkeit, bei unzureichender Produktionsauslastung oder bei ernsteren Krisen Arbeitskräfte weitgehend nach Belieben zu entlassen (hire and fire). Allerdings gehört es ebenso zur US-amerikanischen Wirtschaftskultur, dass die Betriebe bei einer Verbesserung ihrer Auftragslage dieselben Arbeitskräfte auch wieder einstellen.
Dass die "Beschäftigungsschwelle" - das benötigte Mindestwachstum des Bruttosozialprodukts pro Jahr zur Schaffung neuer Arbeitsplätze - in Deutschland bei 2,5 Prozent, in den USA dagegen bei nur 0,2 Prozent liegt, hat seine Ursachen darüber hinaus im Sozialsystem und im Lohnfindungsprozess. Da die soziale Absicherung in den USA relativ gering ist, besteht für Arbeitslose ein größerer Anreiz, sich möglichst schnell wieder eine neue Stelle zu suchen. So wird Arbeitslosengeld im Durchschnitt nur 26 Wochen lang gezahlt, eine anschließende Arbeitslosenhilfe existiert nicht.
Da strenge Bewilligungskriterien (zum Beispiel die Koppelung von einem Mindestgehalt und einer Mindestbeschäftigungsdauer) Anwendung finden, liegt die Quote der Menschen, die durchschnittlich 50 Prozent ihres bisherigen Nettoeinkommens als Arbeitslosengeld beziehen, nur bei 44 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen, und es gibt weniger Langzeitarbeitslosigkeit. Während in Deutschland jeder zweite Arbeitslose länger als ein Jahr ohne neue Beschäftigung bleibt, sind es in den USA ganze sechs Prozent.

 

Rolle der Gewerkschaften

 

Ein gravierender Unterschied zur Lohnfindung in Deutschland [und Österreich] besteht in dem hohen Maß an Dezentralisierung in den USA. In Deutschland [und Österreich] werden in der Regel Flächentarifverträge für ganze Tarifbezirke abgeschlossen, "Pilotabschlüsse" in einzelnen Tarifbezirken oft bundesweit umgesetzt. In den USA werden Tarifverträge dagegen meist auf Betriebsebene ausgehandelt, was eine enge Anpassung an die wirtschaftliche Situation des Unternehmens ermöglicht. Am Verhandlungstisch sitzen sich zudem relativ starke Arbeitgeber und vergleichsweise schwache Arbeitnehmer gegenüber. Dieses ungleiche Kräfteverhältnis schlägt sich oft in schlechteren Arbeitsbedingungen als in Westeuropa nieder, zum Beispiel in deutlich längeren Arbeitszeiten und weniger Jahresurlaub.
Aber auch die so genannte Lohnspreizung, der Abstand zwischen den Spitzenverdienern und Beschäftigten mit sehr niedrigen Einkommen, ist erheblich größer. Damit Gewerkschaftsfunktionäre überhaupt als Vertreter der Arbeitnehmerinteressen zugelassen werden, muss die Gewerkschaft im jeweiligen Betrieb erst Anerkennungswahlen gewinnen. Nur rund 20 Prozent der Beschäftigten in den USA werden durch Tarifverträge abgesichert, die Arbeitgeber und Gewerkschaften ausgehandelt haben (so genanntes Prinzip des collective bargaining).
Die geschwundene Verhandlungsmacht der Gewerkschaften zeigt sich auch im Absinken des Organisationsgrades: Der Höhepunkt wurde 1954 mit 38 Prozent der Beschäftigten erreicht, 2002 waren indes nur noch rund 13 Prozent der Beschäftigten Mitglied einer Gewerkschaft.
Die Ursachen für den Mitgliederschwund liegen vor allem im Strukturwandel der Wirtschaft. Zahlreiche Industrieunternehmen haben ihre Produktionsstandorte in den letzten Jahrzehnten vom Nordosten in die Südstaaten verlegt, wo die Gewerkschaften weniger gesetzlich zugesicherte Rechte genießen. Eine wesentliche Rolle spielte aber auch der Wandel von der Industrie, der traditionellen Domäne der Gewerkschaften, hin zur Dienstleistungsgesellschaft.
Der amerikanische Gewerkschaftsdachverband AFL/CIO (American Federation of Labor/Congress of Industrial Organizations) hat aufgrund dieser Entwicklungen seit den neunziger Jahren versucht, eine politische Gegenoffensive zu starten und vor allem Beschäftigte des öffentlichen Dienstes für sich zu mobilisieren - allerdings mit nur bescheidenem Erfolg. Im Jahr 2002 waren 37,8 Prozent in dieser letzten großen Bastion der Arbeitnehmervertretungen gewerkschaftlich organisiert.

 

Gesunkene Realeinkommen

 

Kritische Stimmen des US-Arbeitsmarktsystems halten das "Beschäftigungswunder" für eine "Mogelpackung". So handele es sich bei den neuen Stellen weniger um hochqualifizierte Positionen mit guter Dotierung als vielmehr um schlecht bezahlte Hilfsarbeiten im Dienstleistungsgewerbe ("McJobs"). Neuere Analysen deuten zwar darauf hin, dass rund die Hälfte der neuen Positionen eine berufliche Qualifikation erfordert und entsprechend gut bezahlt wird. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass in den USA - trotz eines gesetzlichen Mindestlohns - ein ausgeprägter Niedriglohnsektor entstanden ist, in dem Millionen von working poor ohne Kranken- und Sozialversicherung arbeiten und so am Rande des Existenzminimums leben müssen. In der öffentlichen Wahrnehmung, gerade aber auch durch entsprechende Medienberichte ist weithin der Eindruck entstanden, viele Amerikanerinnen und Amerikaner müssten mehrere Jobs annehmen, um überleben zu können. Laut Statistik haben jedoch nur 5,3 Prozent (2002) der Beschäftigten mindestens zwei Arbeitsstellen. Die Dunkelziffer ist allerdings nicht bekannt.

Bereits seit 1973 haben die Arbeitnehmenden in den USA insgesamt überdies einen kontinuierlichen Rückgang ihrer Realeinkommen, also ihres inflationsbereinigten, verfügbaren Einkommens nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen, hinnehmen müssen. Dabei hat sich gezeigt, dass nicht nur die unteren Lohngruppen, sondern vor allem auch die Mittelschicht Opfer der starken Spreizung zwischen niedrigen und hohen Einkommen in den USA wurden. Die gut laufende Konjunktur hat allerdings dazu geführt, dass in der zweiten Hälfte der Neunziger die Nachfrage nach Arbeitskräften größer war als das Angebot. Dies hatte Lohnerhöhungen zur Folge und hievte die Realeinkommen immerhin wieder auf das Niveau von 1989. Ab dem Jahr 2000, mit der Präsidentschaft von George W. Bush, kehrte sich dieser Trend allerdings erneut um. Dagegen verbuchten die Unternehmen kräftige Gewinnzuwächse.

 


Selbstversuch in Key West


Mit Rotstift streiche ich Stellenangebote an. Arbeit gibt es reichlich, offenbar sucht jeder Betrieb im boomenden Hotel- und Gaststättengewerbe von Key West nach Leuten, die so sind wie ich: lernwillig, flexibel und mit bescheidenen Lohnvorstellungen. Ich kann sogar mit noch mehr Vorzügen aufwarten: Ich habe weiße Haut, ich kann gut reden (bilde ich mir jedenfalls ein), und einiges aushalten kann ich auch. Zwei Dinge habe ich mir für meinen Feldversuch geschworen: Ich nehme den Job, der am besten bezahlt ist. Und ich werde alles daransetzen, ihn zu behalten. [...]
Ich landete meinen Treffer bei einer der großen Billighotelketten. Beworben hatte ich mich als Zimmermädchen; eingestellt wurde ich - probehalber - als Kellnerin im dazugehörigen Family Restaurant [...].
So begann meine Karriere im Hearthside, wie ich das Etablissement hier nennen will: dem kleinen Profitcenter eines weltumspannenden Unternehmens, wo ich zwei Wochen lang von 14 bis 22 Uhr arbeiten sollte. Für 2,43 Dollar die Stunde, plus Trinkgelder - wobei der Arbeitgeber, liegt der Stundenlohn einschließlich tips unter dem Mindestlohn von 5,15 Dollar, die Differenz begleichen muß. [...] Mein Abendessen bekomme ich im Restaurant, das dem Personal für nur zwei Dollar die Wahl zwischen Schinken-Salat-Tomaten- oder Fisch-Sandwich und einem Hamburger bietet. Der Burger hält am längsten vor. Aber gegen Mitternacht beginnt der Magen schon wieder zu knurren. Wenn ich nicht in mein Auto einziehen will, bleibt mir nur, einen zweiten oder besser bezahlten Job zu finden.
Erneut rufe ich alle Hotels an, bei denen ich Wochen zuvor die Bewerbungsunterlagen ausgefüllt habe, dazu etwa ein halbes Dutzend der örtlichen Pensionen. [...] Als ich am Ende eine positive Antwort bekomme, bin ich wieder Kellnerin.
Das Jerry's gehört zu einer bekannten Familienrestaurant-Kette. [...] An meinem ersten Tag bei Jerry's fühle ich mich durch die Kälte meiner Kolleginnen abgewiesen. Sie unterhalten sich untereinander, aber mich ignorieren sie total. Warum, erfahren ich am zweiten Tag. "Wie schön, dich zu sehen", begrüßt mich eine Kollegin, "am zweiten Tag, kommt sonst kein Mensch wieder." Ich fühle mich stark, ich habe durchgehalten. Zwei Tage lang habe ich zwei Jobs gleichzeitig geschafft: die Frühstücks-Mittags-Schicht bei Jerry's, die bis 14 Uhr dauert - anschließend ab 14 Uhr 10 im Hearthside, wo ich bis 22 Uhr durchzuhalten versuche. In den zehn freien Minuten dazwischen greife ich mir ein leckeres Hühnchenfleisch-Sandwich an Wendy's Drive-Through, würge es im Auto herunter und wechsle meine Arbeitskleidung. [...] Von meinen Kolleginnen rackert offenbar jede, die keinen gut verdienenden Freund oder Ehemann hat, an einem zweiten Arbeitsplatz. Eine sitzt acht Stunden täglich vor einem Computer, eine andere arbeitet zusätzlich als Schweißerin.
Wenn ich nicht mehr täglich 45 Minuten fahren muss, kann ich mir vorstellen, zwei Jobs zu haben und zwischendurch auch noch Zeit zum Duschen. Also nehme ich [...] den Trailer Nummer 46 im Overseas Trailer Park. [...] Der Innenraum von Nummer 46 ist 2,40 Meter breit und hat den Grundriß einer Kugelhantel. [...] Auf diesem Gelände leben nicht Menschen, sondern Arbeitskräfte in Dosen. Die gilt es, zwischen den Schichten vor der Hitze zu schützen.
Kassensturz. Am Ende eines Monats habe ich 1040 Dollar verdient und 517 Dollar für Essen, Benzin, Toilettenartikel, Alltagskram, Telefon und Waschsalon ausgegeben. Wäre ich in meiner 500-Dollar-Behausung geblieben, hätte ich also gerade mal 23 Dollar zur freien Verfügung übrigbehalten. Dabei hatte ich außer den Diensthosen nichts zum Anziehen gekauft und - abgesehen von den Vitamin-B-Tabletten, mit denen ich das fehlende Gemüse in meinem Speiseplan kompensiere - keinerlei Geld für Medikamente oder ärztliche Leistungen ausgegeben.
Wie Leute, die vorher meist Sozialhilfe bezogen haben, oder alleinstehende Mütter von diesen Niedriglohnjobs ihren Unterhalt finanzieren, das entzieht sich auch nach dem Experiment meiner Vorstellung. Vielleicht schaffen sie es irgendwie, ihr Leben - zu dem Kindererziehen, Essen und Wäsche machen und auch mal was Schönes gehört - in die paar Stunden zwischen ihren Jobs zu zwängen. Vielleicht halten sie es tatsächlich auf Dauer aus in ihrem Trailer oder in ihrem Auto, wenn sie sich eines von beiden leisten können. Ich jedenfalls wäre überfordert. Dabei hatte ich noch günstige Bedingungen, für viele der dauerhaft Armen utopisch: eine robuste Gesundheit, Willenskraft, ein intaktes Auto und keine Kinder. Doch ich bin mir völlig sicher: Unmöglich könnte ich zwei Jobs ausüben. Und mit dem Geld eines einzigen käme ich nicht aus.
Barbara Ehrenreich, "Willig, flexibel, blank", in: Die Zeit vom 27. April 2000.

 

 

 

 


 

US-Gesundheitssystem: Der amerikanische Patient

22.07.2009 | 18:32 | Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

Das Gesundheitswesen ist marod, ineffizient und teuer. Es stürzt die Amerikaner in Schulden und lässt ein Sechstel der Bevölkerung unversorgt. Obama will Abhilfe schaffen.

 

WASHINGTON. Damit hätte Lawrence Yurdin in seinen schlimmsten Albträumen nicht gerechnet. Statt allmählich in die Pension zu gleiten, sind der 64-jährige Computerspezialist und seine Frau Claire aus Austin, Texas, bankrottgegangen. Schulden von 200.000 Dollar haben das Paar erdrückt.

Im Vertrauen darauf, dass ein Großteil der Kosten gedeckt sei, unterzog sich Yurdin im Vorjahr zweier Herzoperationen. Üblicherweise übernehmen Versicherungen 80 Prozent der Spitalskosten. Das Versicherungspaket sicherte ihm zwar 150.000 Dollar für einen Krankenhausaufenthalt im Jahr zu, nicht jedoch die teure Behandlung, die Operationen, die Labortests, die Medikamente.

Hätte er das Kleingedruckte der Versicherungspolizze gelesen, wäre Yurdin nun zwar nicht bankrott, würde aber weiter unter Herzflimmern leiden. Und hätte er mit der Operation bis zu seinem 65. Geburtstag zugewartet, wäre er automatisch in den Schutz des staatlichen Medicare-Programms für Senioren gefallen, das wie Medicaid – für Kinder und einkommensschwache Familien – für die Kosten aufkommt.

So wie den Yurdins geht es vielen Amerikanern. Fast zwei Drittel der Privatkonkurse gehen auf Schulden aufgrund medizinischer Behandlungen zurück. Arbeitslosigkeit führt direkt in eine Abwärtsspirale: Der Verlust des Jobs bedeutet meist auch den Verlust der Krankenversicherung. Eine simple Fraktur schlägt da bereits mit mehr als 10.000 Dollar zu Buche.

 

Absurditäten des Systems

Viele Firmen übernehmen eine je nach Größe und Goodwill des Unternehmens unterschiedliche Form des Versicherungsschutzes für ihre Angestellten, obwohl dies nicht zwingend vorgeschrieben ist. Versicherung ist in den USA an sich eine Privatangelegenheit – Ausfluss der libertären Staatsphilosophie und eines theoretisch umfassenden Freiheitsbegriffs. General Motors etwa wendet für die Gesundheit seiner Arbeitnehmer mehr auf als für Stahl.

Der Fall Yurdin illustriert die Absurdidäten eines Gesundheitssystems, das als das teuerste und ineffizienteste der westlichen Welt gilt. Teure Apparatetechnik, die großzügige Verschreibung von Medikamenten und eine Kette von Untersuchungen treiben die Kosten in die Höhe. Das Einkommen der Ärzte orientiert sich an den Leistungen, die sie am Patienten vornehmen. Um sich vor Gerichtsprozessen zu schützen, schließen sie selbst teure Versicherungen ab.

17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gehen auf das Konto von Gesundheitsleistungen – und trotzdem stehen 47 Millionen Amerikaner, ein rundes Sechstel der Bevölkerung, ohne jeden Versicherungsschutz da, weil sie ihn sich nicht leisten wollen oder können. Ein Drittel der unter Dreißigjährigen erspart sich eine Krankenversicherung, viele Versicherungen lehnen chronisch Kranke gleich von vornherein ab.

Weil die Spitäler verpflichtet sind, Notfälle zu behandeln, quellen die Ambulanzen über. Stundenlange Wartezeiten sind die Folge. In Städten wie New York oder Washington übernehmen mitunter mobile Arztpraxen, finanziert von privater Hand, die Grundversorgung: Zu fixen Wochenzeiten machen Busse in Wohnvierteln Station, um mittellose Patienten gratis zu behandeln.

Seit Jahrzehnten versucht die Politik, das malade System zu sanieren und die Kostenexplosion in den Griff zu kriegen. Hillary Clinton ist als First Lady grandios gescheitert, weil sie den Kongress im Alleingang vor vollzogene Tatsachen gestellt hat. Barack Obama hat daraus seine Lehre gezogen. Bei der Umsetzung seines zentralen Wahlkampfversprechens, dem Jahrhundertprojekt der Gesundheitsreform, hat er auf eine Kooperation mit dem Repräsentantenhaus und dem Senat gesetzt. Der Regierung in Washington schwebt das Vorbild des Bundesstaats Massachusetts vor, das eine Krankenversicherung verpflichtend vorschreibt – nach dem Modell der Autoversicherung.

 

Gefahr der Zerfledderung

Doch nun läuft der Präsident Gefahr, dass das Reformwerk von den diversen Interessengruppen zerfleddert wird. Die Reform ist der Knackpunkt seiner innenpolitischen Agenda, und in diesen Wochen vor der parlamentarischen Sommerpause tobt das parteipolitische Hickhack. Die Gesundheitslobbys, die Pharmafirmen und die Versicherungsindustrie wollen ihre Erbpachten nicht verlieren. Und die gegen Steuererhöhungen und staatliche Intervention allergischen Republikaner wettern gegen die geplante „Reichensteuer“, wittern „Sozialismus“ und frohlocken bereits über ein „Waterloo“ des Präsidenten. Aber auch die „Blue Dog“-Demokraten, der konservative Flügel seiner Partei, drohen mit dem Absprung. Die Kosten von einer Billion Dollar lösen in Zeiten eines grassierenden Budgetdefizits Panik aus.

In einer medialen Großoffensive und einer Pressekonferenz zur Prime Time in der Nacht zum Donnerstag versuchte Obama, das Steuer herumzureißen und die Gegenseite unter Druck zu setzen. „Wenn man keine Frist setzt, geschieht gar nichts in dieser Stadt“, ließ er, zermürbt vom Kleinkrieg im Kapitol, verlauten. „Jahr für Jahr haben wir die Reform totgeredet. Eine Politik der Verzögerung und der Pleiten können wir uns nicht länger leisten.“

22.12.2012

Teststoff für den GWK Test am 10.1.2013

Teststoff:
  1. Thema Klimawandel:
    • Allgemein: Kyotoprotokoll und globale Uneinigkeit über einen neuen Klimavertrag
      --> Warum können sich die Staaten nicht auf einen neuen Vertag einigen? Welche undterschiedlichen Positionen und Argumente gibt es?
    • Artikel (Handout) "Das Scheitern der Weltregierung"
    • Atlas der Globalisierung: "Klimafaktor Mensch" (S.72/73) (allgemeine Infos)
                                                "Die Rettung ist finanzierbar" (S.74/75)  
    • NICHT: Handel mit CO2-Emissionen
  2. Thema USA - innenpolitische Situation:
    • Texte: "US-Gesundheitssystem: Der amerikanische Patient", "Rolle der Gewerkschaften" & "Gesunkene Realeinkommen", "Geld wichtiger als Freizeit?" & "Soziale Absicherung", "Selbstversuch in Key West"
      --> alle am Blog zu finden!
    • Zusammenfassung und Vergleich USA-Österreich: Gesundheitssystem (Warum ist das System so teuer? Welche Merkmale hat es?), Gewerkschaften, Arbeitsmarkt ("Hire & Fire", "McJobs")
  3. Thema USA - außenpolitische Situation:
    • Atlas der Globalisierung: "Eine Welt mit vielen Zentren" (S.102/103) (Wie hat sich die globale Rolle der USA im Laufe der Jahrhunderte verändert?)
    • Atlas der Globalisierung: "USA - Eine Marke ist beschädigt" (S.38/39) (Image der USA unter Bush und Obama, wie hat es sich verändert? "Soft Power", "Hard Power"
    • Atlas der Globalisierung: "Die USA spürt ihre Grenzen" (S.104/105) (Feinde und Verbündete der USA, Umorientierung der US Außenpolitik)
    • Artikel: "US-Außenpolitik: Erschöpfter Weltpolizist Amerika" (Handout & Blog)
    • Artikel: "China in der pazifischen Flügelzange" (Beziehung von China und USA) (Handout & Blog)
Falls es Fragen gibt: Erste Schulwoche in den Ferien an mich!

Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachtsferien! Erholt euch gut!
Veronika Richter

China in der pazifischen US-Flügelzange


20.11.2011 | 18:28 | Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

 

Der Ton der US-Diplomatie gegenüber Peking hat sich verschärft. Ökonomisch, militärisch und geostrategisch stellen Obama und Außenministerin Clinton die Weichen für ein "pazifisches Zeitalter" der USA.

 

Washington. Bei seiner Rückkehr nach Washington erwarteten Barack Obama das gewohnte innenpolitische Gezeter, die Wahlkampfpolemik der Republikaner und das Patt des Kongress-Superkomitees in der Spardebatte. Außenpolitisch war der neuntägige Pazifik-Trip des Präsidenten nach Hawaii, Australien und Bali indes ein voller Erfolg. Ökonomisch, militärisch und geostrategisch stellte er zusammen mit Außenministerin Hillary Clinton die Weichen für ein „pazifisches Zeitalter“ der USA, wie dies die beiden ein ums andere Mal postulierten – von Honolulu über Canberra bis Manila.

 

Militärpräsenz in Australien

Dass Chinas Premier Wen Jiabao beim Ostasien-Gipfel auf Bali um ein Zwiegespräch mit Obama bat, markiert eine neue Phase im Spannungsverhältnis der beiden Staaten. Noch im Vorjahr hat der chinesische Außenminister in Hanoi den Saal bei einem ähnlichen Treffen erzürnt verlassen. Peking hat die Zeichen der Zeit verstanden, deren Konturen in der vergangenen Woche deutlich sichtbar wurden. An allen Fronten hat Washington seinem größten Gläubiger den Kampf angesagt, und China fühlt sich in der Flügelzange der USA – eingekreist, geradezu umzingelt von US-Alliierten von Japan über die Philippinen und Australien bis hin zu Indien. Selbst zu Burma, dessen Militärjunta die Chinesen als ihre Satelliten betrachten, haben die USA eine Bresche geschlagen. Clintons Visite im kommenden Monat muss für China eine Bedrohung signalisieren.

Der Ton der US-Diplomatie gegenüber Peking hat sich verschärft. China müsse sich an die Spielregeln halten, mahnte der US-Präsident in Anspielung auf den Währungskonflikt und den künstlich niedrigen Kurs der chinesischen Währung. In der philippinischen Hauptstadt Manila erklärte Hillary Clinton, das Südchinesische Meer sei genauso ein philippinisches Meer. Der Territorialkonflikt um die Seerechte entzweit China und seine Nachbarn. Die USA streben eine Rolle als Patronanzmacht im Pazifik an.

Nach der Auflösung der US-Militärbasen auf den Philippinen hat Washington in Australien Ersatz gefunden. Darwin an der Nordspitze Australiens wird zum US-Wachposten ausgebaut. Die Ankündigung Obamas, 2500 US-Soldaten auf dem fünften Kontinent zu stationieren, kam zwar überraschend, hat aber seine innere Logik. Nach dem Abzug aus dem Irak und 2014 aus Afghanistan haben die USA wieder Kapazitäten frei – der Sparkurs im Pentagon werde den Pazifik nicht betreffen, sagte Obama bei seinem ersten, bereits zwei Mal aufgeschobenen Besuch in Australien.

Washington werde nach den beiden Kriegen an Euphrat und Tigris und am Hindukusch sein Augenmerk verstärkt auf die Pazifikregion richten – seit Langem ein Hoffnungsgebiet für den US-Markt. Obama löst damit auch sein Versprechen beim Amtsantritt ein, als ein Sohn Hawaiis ein „pazifischer Präsident“ zu werden.

 

Ökonomische Interessen

Die militärische Präsenz soll die ökonomischen US-Interessen in Asien absichern. Eine transpazifische Freihandelszone – unter Einbindung Japans, Mexikos und Kanadas und der Ägide der USA – ist als klare Konkurrenz zu den chinesischen Hegemonial-Träumen konzipiert. Die USA wollen China so in die Schranken weisen. Barack Obama sprach von einer Win-Win-Situation, von der im günstigen Fall sowohl die USA als auch China profitieren können. Doch er zeigte Peking auch erstmals ungewohnt aggressiv die Grenzen auf.

 

US-Außenpolitik: Erschöpfter Weltpolizist Amerika


06.11.2012 | 18:19 | MICHAEL LACZYNSKI (Die Presse)
 
Iran, Syrien, Afghanistan - die dringlichsten Herausforderungen für den Präsidenten befinden sich im Nahen und Mittleren Osten. Doch die größte Gefahr für die Vormachtstellung der USA ist China.
 
Wien Dass das 20. Jahrhundert ein amerikanisches Jahrhundert war, steht angesichts von zwei gewonnenen Weltkriegen und dem Sieg durch technischen K. o. im Match gegen die Sowjetunion außer Frage. Darüber, ob die USA auch das 21. Jahrhundert prägen werden, scheiden sich allerdings die Geister: Abseits aller Weltmachtrhetorik, die von Demokraten wie Republikanern praktiziert wird, stellt sich die Frage, ob die hoch verschuldeten und konjunkturell auf wackeligen Füßen stehenden USA nach wie vor in der Lage sind, ihre Wünsche und Vorstellungen rund um den Globus umzusetzen.
Um welche außenpolitischen Baustellen wird sich der Obama in seiner zweiten Amtszeit kümmern müssen? Die dringlichsten Herausforderungen befinden sich allesamt im Nahen und Mittleren Osten - und ganz oben auf der Agenda steht der Iran. Die Ausgangslage ist klar: Der Gottesstaat strebt nach der Atombombe, die USA wollen einen atomar bewaffneten Iran verhindern und schließen dabei auch einen Militärschlag nicht aus. Bisher setzte Washington (trotz wachsender Skepsis Israels) hauptsächlich auf Wirtschaftssanktionen - die, wie die jüngsten Ausschreitungen in Teheran gegen die Abwertung der Landeswährung Rial belegen, erste Wirkungen zeigen. Ob der ökonomische Druck reichen wird, um Teheran zum Einlenken zu zwingen, wird sich vermutlich im Laufe des kommenden Jahres zeigen. Unklar ist allerdings, ob Israel nicht schon vorher einen militärischen Alleingang wagt. Auch der Sturz des iranischen Verbündeten Bashar al-Assad in Syrien könnte die Lage destabilisieren.
In Syrien steht die US-Regierung vor einer gänzlich anderen Herausforderung: Wie lässt sich verhindern, dass nach dem Ende der Ära Assad ein Vakuum entsteht, in das Islamisten vorstoßen? Ähnliche Überlegungen gelten auch für Nordafrika nach dem Arabischen Frühling, doch in Syrien ist die Lage besonders akut - nicht zuletzt aufgrund der Gefahr, dass sich der Bürgerkrieg zu einem regionalen Konflikt (mit Beteiligung des Nato-Mitglieds Türkei) auswachsen könnte. Die Gegner Assads sind zersplittert, Dutzende Gruppierungen kämpfen gegen das Regime - unter ihnen immer mehr Gotteskrieger. Deswegen zögern die USA mit der Bewaffnung der Rebellen - denn diese Waffen könnten auch in falsche Hände geraten und eines Tages gegen westliche Ziele eingesetzt werden.
 
Pazifische Herausforderung
Wenigstens in Afghanistan ist der US-Fahrplan klar: Bis Ende 2014 sollen alle Kampftruppen abgezogen werden und die afghanische Regierung das Sagen im Land haben - was angesichts der Stärke der Taliban wohl eine fromme Hoffnung ist. Washington hat zwei Jahre Zeit, um sich mit den afghanischen Islamisten zu arrangieren. Welche Rolle Pakistan dabei spielen wird, ist noch offen. Die Atommacht ist zwar formell mit den USA verbündet, unterstützt aber tatkräftig (und heimlich) die Taliban.
Doch die langfristig wichtigste geopolitische Gefahr für die amerikanische Vormachtstellung befindet sich in Fernost. Das aufstrebende China macht den USA die Rolle des pazifischen Hegemons streitig. Dass Washington einen Abstieg in die zweite Liga nicht akzeptieren wird, liegt auf der Hand. Die von Barack Obama beschlossene Umschichtung der militärischen Ressourcen Richtung Pazifik spricht in dem Kontext eine ebenso klare Sprache wie die rasante Aufrüstung der Volksbefreiungsarmee.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2012)

Plakate Klimawandel


 

Handout Handel mit Emissionsrechten Schwammenschneider & Bartholomay



Handel mit Emissionsrechten
Emissionsrechte geben einem Land oder einem Unternehmen das Recht, eine bestimmte Menge Treibhausgase auszustoßen.

Das Grundprinzip ist die Emissionsreduktionen dort durchführt, wo die Kosten am günstigsten sind und dadurch die Gesamtkosten für die Reduktion der Emissionen insgesamt sinken. Die Grundidee für den Emissionsrechtehandel kam 1966 von Thomas Crocker.
Dafür muss zuerst eine Obergrenze für bestimmte Emissionen, innerhalb eines Gebiets und eines Zeitraums festgelegt werden. Dann werden, entsprechend dieser Obergrenze Zertifikate ausgegeben, die zur Emission einer bestimmten Menge berechtigen. Diese Obergrenze kann in den folgenden Jahren gesenkt werden. Da diese Zertifikate frei handelbar sind, wird der Preis für diese Zertifikate durch die Nachfrage bestimmt. Emissionen, die ohne Emissionsrecht erfolgen, werden mit einer Strafe belegt.

Die Ausgabe der Zertifikate kann grundsätzlich in zwei Formen unterschieden werden:
·         Zuteilung durch die Politik:
Diese Ausgabeform ist nur sinnvoll, wenn es objektive Kriterien für die Zuteilung gibt, da sonst die Gefahr besteht, dass politisch einflussreiche Interessengruppen begünstigt werden. Gibt es keine objektiven Kriterien für eine Zuteilung durch die Politik, ist es sinnvoll, die Zertifikate zu versteigern.
·         Versteigerung

Es gibt zwei Handelssysteme für Treibhausgase:
·         Den im Kyoto-Protokoll vereinbarten bilateralen Handel
·         EU-Emissionshandel für Unternehmen

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass viele Schadstoffe nicht nur lokal wirken, sondern auch großräumig. Die vom Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen, die zu einer weiteren Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen, sollen weltweit reduziert werden, damit die fortschreitende Klimaveränderung abgebremst werden soll.

Die Bemessung des Treibhausgases mit der mengenmäßig größten Emission geschieht mit Hilfe des so genannten GWP-Wertes (GWP = Global Warming Potential). Dieser Wert gibt an, wie groß der jeweilige Beitrag eines Gases zum Treibhauseffekt im Verhältnis zu dem von CO2 ist.

In der EU wurde 2008 ein Klima- und Energiepaket beschlossen. Die Ziele bis 2012 waren:
·         den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 20 % reduzieren
·         Anteil der erneuerbaren Energiequellen und die Energieeffizienz um 20 % steigern

Beim EU-Emissionshandel  ab 2013 kommt es zu umfassenden Änderungen:
·         Achtjährige Handelsperiode
·         Aufnahme zusätzliche Gase
·          Festlegung einer EU-weiten Obergrenze an Zertifikaten durch die Kommission
·         Harmonisierung der Zuteilungsregeln

Österreich hätte von 2008 bis 2012 den Ausstoß um 13% reduzieren sollen. Da dies nicht möglich war, hat sich Österreich Zertifikate gekauft, um keine Strafe zahlen zu müssen. Für die Zertifikate wurden zirka 1,1 Mrd. Euro gezahlt.

20.11.2012

Handout Klimawandel Hysterie

Alles Hysterie
Klimawandel
Ursachen:
·        Natürliche Ursachen:
o   Vulkanausbrüche
o   Veränderung der Meeresströmung
o   Sonnenfleckenzyklen
·        Menschliche Ursachen:
o   Landwirtschaft
o   Chemische Industrie
o   Holzindustrie
o   Energieerzeuger und Stromverbraucher

Folgen:
o   Verschiebung des Anteils der Klimazonen/Verschiebung der Vegetationszonen
o   Verlagerung der trockenen Zonen nach Norden in die dicht besiedelten Gebiete
o   Abschmelzen des Nordpolareises und der Gletscher à Anstieg des Meeresspiegels
o   Zunahme der Bodenerosionen

Gegenmaßnahmen:
o   Energie sparen:
§  Senkung des Benzinverbrauchs
§  Förderung öffentlicher Verkehrsmittel
§  Bessere Wärmedämmung beim Hausbau
§  Verbot unnötiger und teurer Verpackungen
o   Einsatz erneuerbarer Energien
o   Biokraftstoffe für Autos
Mernyi & Klein

18.11.2012

Handout Pasalic, Malek


Klimawandel – Alles nur Lüge?

Was ist Klima eigentlich?
Klima ist ein willkürlich festgelegter Begriff, der die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge beschreibt (Wetter).  

Veränderung des Wetters durch CO2?
Das CO2 hat angeblich Einfluss auf das Klima, was aber unmöglich ist, da sich zuerst das Wetter verändern müsste, um eine Erhöhung des CO2-Gehalts zu erzielen. Der Anteil von CO2 in der Luft ist zudem sehr gering und auch der Mensch macht nur ca. 0,00046 % vom CO2 aus, der in der Luft enthalten ist (0,038%). CO2 ist ein Gas, das zu Boden sinkt und die oberste Atmosphäre nicht einmal erreicht. Die wirklichen  Einflussfaktoren sind Sonne und Wolkenbedeckung.

Die großen Lügen
Die Treibhauslüge besagt, dass es durch die Erhöhung der Anteile von Spurengasen (z.B.: CO2) in der Atmosphäre zur Erhöhung der Lufttemperaturen kommt. Die Atmosphäre hat aber gar nichts mit dem Treibhaus zu tun.

Eine weitere Lüge ist, dass es durch die Erhöhung der Mittelwerte von bodennahen Lufttemperaturen zu Katastrophen komme -> tatsächlich ein Vorteil

Wettermanipulation
Unser Wetter soll durch sogenannte Chemtrails manipuliert werden und zwar mit Hilfe des HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program). Durch die Verbindung mit Frequenzen und Chemikalien kann man das Wetter angeblich gezielt manipulieren.

Was sind Chemtrails?
Sprühflugzeuge, die zur Abschwächung des Treibhauseffekts und zur Reduzierung der globalen Erwärmung beitragen sollen.
In Wirklichkeit: Künstliche Wolkenerzeuger, die giftige Chemikalien versprühen (Barium und Aluminium).

Wem nützt die Lüge und Manipulation?
Sie kann dazu dienen andere Staaten zu erpressen, da man de Kontrolle über Stürme, Überflutungen, etc. hat und es ist sehr schwer eine Wettermanipulation nachzuweisen, was ein Vorteil für die Verantwortlichen ist.

Durch den Klima-Hype profitieren aber auch andere:

<!--[if !supportLists]-->         <!--[endif]-->Ökoinstitute -> Existenz
<!--[if !supportLists]-->         <!--[endif]-->Meteorologen & andere Wissenschaftler -> werden begehrte Fachmänner
<!--[if !supportLists]-->         <!--[endif]-->Journalisten -> werden zu gefragten Fachreportern
<!--[if !supportLists]-->         <!--[endif]-->Etc.

Pentagon-Variante
Das Pentagon ist wiederum der Ansicht, dass es zur Eiszeit kommen wird und nicht zur Erwärmung, wobei man sich auf das Katastrophenszenario der letzten Jahre konzentrieren sollte. Durch die vermehrte Abkühlung, Trockenheit, etc. wird uns die Erde weniger Nahrung, Trinkwasser und Energie bieten können.

23.10.2012

Handout Nina Schüller & Jasmin Frossard



AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS AUF ÖSTERREICH

Definition: Klimawandel ist die Veränderung des Klimas über einen längeren Zeitraum und ist das Resultat von menschlichen Einflüssen.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Österreich?

  • Schmelzen der Gletscher
  • Wasserknappheit
  • Hitzewellen
  • Dürreneigung
  • erhöhte Ausbreitung von Krankheitsüberträgern
  • Ernteausfälle
  • Überschwemmungen
  • Artensterben (Tiere und Pflanzen)


  KLIMASCHUTZ IN ÖSTERREICH

Definition: der Sammelbegriff für Maßnahmen, die einer durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegen wirken und mögliche Folgen abmildern.

Maßnahmen in Privathaushalten und am Arbeitsplatz
  • Steigerung der Energieeffizienz und Arten des Energieeinsparens
  • Umweltfreundliches Konsumverhalten

Maßnahmen zum Energiesparen

  • Kippschalter oder Gerät ausstecken
  • unnötiges Licht
  • Fenster schließen beim Heizen
  • öffentliche Verkehrsmittel statt Auto
  • Fernseher abschalten
  • Umstellung auf Ökostrom

Maßnahmen zum umweltfreundlichen Konsumverhalten

  • öffentliche Verkehrsmittel statt Auto
  • Biodiesel und Pflanzenöl
  • regional hergestellte Produkte
  • Emissionsgesetz